In vielen Industrieunternehmen sammeln sich über Jahre Ersatzteile, überschüssige Komponenten oder Bestände aus Maschinenumbauten und stillgelegten Anlagen an.
Oft sind diese Materialien technisch noch einwandfrei, werden intern aber nicht mehr benötigt. Wenn solche Bestände verkauft werden sollen, stellt sich schnell die Frage: Welche Informationen werden eigentlich benötigt, damit eine realistische Bewertung möglich ist?
In der Praxis reichen bereits wenige Angaben aus, um einen Bestand schnell und effizient einzuschätzen.
1. Hersteller
Der Hersteller ist einer der wichtigsten ersten Anhaltspunkte.
Bei Industriekomponenten gibt es große Unterschiede hinsichtlich Nachfrage, Ersatzteilversorgung und Verbreitung im Markt. Besonders Komponenten aus den Bereichen Steuerungs-, Antriebs-, Automatisierungs- oder Elektrotechnik können auch nach vielen Jahren noch gefragt sein.
Eine einfache Angabe des Herstellers hilft deshalb bereits bei der ersten Einordnung.
Typische Beispiele sind unter anderem:
Siemens, SEW-Eurodrive, Lenze, ABB, Schneider Electric, B&R, Beckhoff, Pilz, Festo, Bosch Rexroth oder Endress+Hauser.
2. Exakte Typennummer
Noch wichtiger als der Hersteller ist die vollständige Typen- oder Artikelnummer.
Viele Industriekomponenten unterscheiden sich äußerlich kaum voneinander, können technisch jedoch völlig unterschiedliche Ausführungen, Leistungen oder Revisionen besitzen.
Bei einer Siemens-Komponente kann beispielsweise bereits eine einzelne abweichende Ziffer oder Buchstabenkombination darüber entscheiden, ob es sich um eine stark nachgefragte oder nur schwer vermarktbare Variante handelt.
Deshalb sollte die Typennummer möglichst vollständig übernommen werden.
Am zuverlässigsten ist häufig ein gut lesbares Foto des Typenschildes.
3. Stückzahl
Auch die vorhandene Menge spielt bei der Bewertung eine wichtige Rolle.
Ob ein einzelnes Ersatzteil, zehn identische Baugruppen oder ein kompletter Lagerbestand vorhanden sind, beeinflusst sowohl die Bewertung als auch die mögliche Abwicklung.
Gerade bei größeren Altbeständen muss dabei nicht zwingend jede einzelne Position perfekt dokumentiert sein.
Eine einfache Excel-Liste mit Hersteller, Typennummer und Stückzahl ist in vielen Fällen bereits eine sehr gute Grundlage für eine erste Prüfung.
4. Zustand
Der Zustand sollte möglichst realistisch angegeben werden.
Typische Angaben sind beispielsweise:
- neu und originalverpackt
- neu, aber ohne Originalverpackung
- unbenutzter Lagerbestand
- gebraucht
- aus funktionierender Anlage ausgebaut
- ungeprüft
Dabei ist nicht nur technisch einwandfreie Neuware interessant.
Auch gebrauchte oder bereits ältere Komponenten können weiterhin einen Markt haben – insbesondere dann, wenn entsprechende Baureihen vom Hersteller bereits abgekündigt wurden und noch in bestehenden Produktionsanlagen eingesetzt werden.
Eine ehrliche Zustandsbeschreibung verhindert Rückfragen und beschleunigt die Bewertung deutlich.
5. Fotos und Dokumentation
Einige gute Fotos können mehr Informationen liefern als eine lange Beschreibung.
Besonders hilfreich sind:
- Übersichtsfotos des gesamten Bestandes
- Fotos der Verpackungen
- gut lesbare Typenschilder
- Bilder der tatsächlichen Komponenten
- Aufnahmen von Paletten, Regalen oder Lagerbereichen
Bei größeren Beständen müssen nicht zwangsläufig alle Artikel einzeln fotografiert werden.
Oft reichen zunächst einige Übersichtsfotos und exemplarische Typenschilder aus. Sollten einzelne Positionen besonders interessant sein, können anschließend gezielt weitere Informationen angefordert werden.
Eine gute Bestandsliste muss nicht kompliziert sein
Für eine erste Bewertung industrieller Altbestände genügt häufig bereits eine einfache Tabelle mit folgenden Spalten:
Hersteller | Typennummer | Stückzahl | Zustand | Bemerkung
Zusammen mit einigen aussagekräftigen Fotos lässt sich damit meist schnell einschätzen, welche Positionen interessant sind und ob eine Übernahme des gesamten Bestandes sinnvoll ist.
Gerade bei größeren Lagerbereinigungen oder Anlagenrückbauten kann eine strukturierte Erfassung außerdem erheblich Zeit sparen.
Gesamtabnahme statt aufwendiger Einzelverwertung
Unternehmen stehen bei Altbeständen häufig vor der Entscheidung, ob sie einzelne Komponenten selbst verkaufen oder einen größeren Bestand geschlossen abgeben.
Der Einzelverkauf kann zwar bei bestimmten Positionen höhere Preise ermöglichen, verursacht jedoch gleichzeitig erheblichen Aufwand durch Prüfung, Lagerung, Anfragen, Verpackung und Versand.
Bei größeren Beständen kann deshalb eine Gesamtabnahme die deutlich einfachere Lösung sein.
MAAS Import Export übernimmt regelmäßig überschüssige und obsolete Industriekomponenten aus Lagerbereinigungen, Produktionsumstellungen und Anlagenrückbauten. Dabei kann auf Wunsch auch die weitere Abwicklung und der Abtransport organisiert werden.
Sie möchten Industrie-Altbestände bewerten lassen?
Für eine erste Einschätzung reichen in der Regel:
Hersteller, exakte Typennummern, Stückzahlen, Zustand und einige Übersichtsfotos.
Diese Informationen ermöglichen eine schnelle Prüfung und reduzieren Rückfragen auf ein Minimum.
Auch umfangreichere Bestände oder komplette Ersatzteillager können grundsätzlich interessant sein.
MAAS Import Export e.K.
Schwentinental bei Kiel
Ankauf und Wiedervermarktung industrieller Ersatzteile und Komponenten seit 1996





