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Elektromotoren & Getriebemotoren verkaufen | Ankauf statt Verschrottung

Ankauf von Elektromotoren und Getriebemotoren: Warum Weiterverwendung oft sinnvoller ist als Verschrottung

Elektromotoren und Getriebemotoren gehören in nahezu jedem Industrieunternehmen zum täglichen Produktionsumfeld. Sie treiben Förderanlagen, Pumpen, Produktionsmaschinen, Verpackungsanlagen und komplette Fertigungslinien an.

Werden Anlagen modernisiert, Produktionsbereiche umgebaut oder Maschinen stillgelegt, entstehen schnell größere Bestände an Motoren und Getriebemotoren. Häufig stehen diese anschließend auf Paletten im Lager – obwohl intern keine weitere Verwendung mehr vorgesehen ist.

Dann stellt sich die Frage:

Verkaufen oder verschrotten?

Die Verschrottung ist einfach und schnell. Bei technisch interessanten Industrieantrieben kann sie jedoch wirtschaftlich die schlechtere Lösung sein.

MAAS kauft größere Bestände an Elektromotoren, Getriebemotoren und industrieller Antriebstechnik an und prüft, welche Komponenten für einen zweiten Produktlebenszyklus geeignet sind.

Warum Elektromotoren nach Anlagenumbauten übrig bleiben

In den meisten Fällen werden Motoren nicht ausgesondert, weil sie automatisch defekt sind.

Viel häufiger verändert sich das industrielle Umfeld.

Typische Gründe sind:

  • Modernisierung einer Produktionslinie
  • Rückbau kompletter Maschinen
  • Umstellung auf andere Motor- oder Getriebebaureihen
  • Austausch einer Förderanlage
  • Stilllegung einzelner Produktionsbereiche
  • Standortverlagerung oder Werksräumung
  • Lagerbereinigung in der Instandhaltung
  • Aufgabe älterer Ersatzteilstrategien
  • Projektabbrüche im Maschinen- und Anlagenbau
  • Überbestände aus der Ersatzteilhaltung

Gerade bei größeren Anlagen können innerhalb kurzer Zeit Dutzende oder sogar deutlich mehr Motoren frei werden.

Das auf unserem Foto gezeigte Beispiel verdeutlicht genau diese Situation: Zahlreiche Elektromotoren und Getriebemotoren wurden als komplette Position übernommen und befinden sich nach der Anlieferung bei uns in Schwentinental.

Schrottwert ist nicht automatisch Marktwert

Bei ausgemusterten Elektromotoren wird häufig zuerst in Kilogramm gerechnet.

Kupfer, Aluminium, Stahl und weitere Metalle besitzen einen Materialwert. Deshalb existiert für nahezu jeden Elektromotor ein grundsätzlich nachvollziehbarer Schrottwert.

Der Fehler liegt darin, diesen Materialwert automatisch mit dem wirtschaftlichen Wert des kompletten Motors gleichzusetzen.

Ein identifizierbarer, vollständiger und marktgängiger Getriebemotor kann als funktionsfähige Industriekomponente deutlich interessanter sein als die Summe seiner Rohstoffe.

Das gilt insbesondere bei:

  • etablierten Herstellern
  • gängigen Baugrößen
  • nachvollziehbaren Typenschildern
  • vollständigen Motor-Getriebe-Kombinationen
  • größeren Stückzahlen
  • gutem optischem Zustand
  • passenden Ersatzteilbaureihen
  • Modellen, die weiterhin in bestehenden Anlagen eingesetzt werden

Allerdings gilt auch: Nicht jeder gebrauchte Motor ist automatisch mehr wert als sein Schrottwert.

Sehr alte Sondermotoren, beschädigte Einheiten, fehlende Typenschilder oder schwer vermarktbare Spezialausführungen können wirtschaftlich tatsächlich nur noch für eine stoffliche Verwertung interessant sein.

Deshalb sollte vor der Verschrottung zunächst geprüft werden, welche Positionen noch einen technischen Marktwert besitzen.

Welche Elektromotoren und Getriebemotoren kaufen wir an?

Unser Schwerpunkt liegt auf größeren industriellen Positionen.

Interessant sind beispielsweise:

  • Drehstrommotoren
  • Getriebemotoren
  • Stirnradgetriebemotoren
  • Schneckengetriebemotoren
  • Kegelradgetriebemotoren
  • Flachgetriebemotoren
  • Servomotoren
  • Bremsmotoren
  • explosionsgeschützte Motoren
  • Motoren mit Encoder oder Geber
  • Motoren mit Fremdlüfter
  • komplette Motor-Getriebe-Kombinationen
  • Ersatzmotoren aus Instandhaltungslagern
  • größere gemischte Motorenbestände

Auch einzelne hochwertige Einheiten können interessant sein. Unser eigentliches Ankaufsprofil liegt jedoch auf größeren Mengen, Palettenware und kompletten technischen Beständen.

Welche Hersteller sind besonders interessant?

Regelmäßig prüfen wir unter anderem Antriebstechnik von:

  • SEW-Eurodrive
  • Siemens
  • ABB
  • Nord Drivesystems
  • Lenze
  • Bonfiglioli
  • Bauer Gear Motor
  • Flender
  • Siemens-Flender
  • WEG
  • VEM
  • Leroy-Somer
  • Brook Crompton
  • Demag
  • KEB
  • Bosch Rexroth

Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

Auch Motoren und Getriebe anderer etablierter Industriehersteller können für unseren Einkauf interessant sein.

Entscheidend ist immer die konkrete Position.

Warum Getriebemotoren besonders interessant sein können

Ein Standard-Elektromotor lässt sich häufig relativ einfach ersetzen.

Bei einem Getriebemotor sieht die Situation anders aus.

Hier müssen mehrere technische Eigenschaften zusammenpassen:

  • Motorleistung
  • Drehzahl
  • Übersetzung
  • Abtriebsdrehzahl
  • Bauform
  • Flansch
  • Welle
  • Einbaulage
  • Bremse
  • Spannung
  • Frequenz
  • Schutzart
  • gegebenenfalls Encoder oder Zusatzoptionen

Dadurch entstehen zahlreiche Varianten.

Für Betreiber älterer Anlagen kann eine exakt passende Motor-Getriebe-Kombination deshalb wertvoll sein, selbst wenn die entsprechende Anlage bereits viele Jahre alt ist.

Genau hier spielt der industrielle Zweitmarkt eine wichtige Rolle.

Alter bedeutet nicht automatisch wertlos

Ein typischer Fehler bei Lagerbereinigungen ist die Annahme:

„Die Motoren sind alt, also lohnt sich nur noch der Schrott.“

So pauschal stimmt das nicht.

Industrieanlagen besitzen häufig sehr lange Lebenszyklen. Eine Förderanlage, Maschine oder Produktionslinie kann noch viele Jahre betrieben werden, obwohl einzelne Motortypen inzwischen durch neue Serien ersetzt wurden.

Für Betreiber dieser Anlagen entsteht weiterhin Ersatzteilbedarf.

Ein älterer Getriebemotor, der in einem Unternehmen nicht mehr benötigt wird, kann deshalb in einem anderen Werk genau die passende Ersatzlösung darstellen.

Entscheidend ist nicht allein das Herstellungsjahr, sondern:

Gibt es noch eine industrielle Verwendung für diese konkrete Ausführung?

Welche Informationen sind für eine Bewertung wichtig?

Für eine realistische Bewertung benötigen wir vor allem technische Identifizierungsmerkmale.

Typenschild

Das Typenschild ist bei Elektromotoren und Getrieben besonders wichtig.

Je nach Hersteller enthält es beispielsweise:

  • Hersteller
  • Typenbezeichnung
  • Seriennummer
  • Leistung
  • Spannung
  • Stromaufnahme
  • Drehzahl
  • Frequenz
  • Schutzart
  • Bauform
  • Übersetzung
  • Abtriebsdrehzahl

Bei Getriebemotoren sollten nach Möglichkeit sowohl Motor- als auch Getriebetyp erkennbar sein.

Zustand

Hilfreich ist eine kurze Einordnung:

  • neu
  • unbenutzt
  • gebraucht
  • aus laufender Anlage demontiert
  • eingelagert
  • ungeprüft
  • beschädigt

Eine technische Prüfung durch den Anbieter ist für eine erste Anfrage nicht zwingend erforderlich.

Menge

Für unseren Einkauf ist entscheidend, ob es sich um:

  • einzelne Motoren,
  • mehrere baugleiche Motoren,
  • einige Paletten,
  • komplette Ersatzteilbestände
  • oder größere gemischte Positionen

handelt.

Fotos

Bei größeren Mengen benötigen wir zunächst keine Einzelaufnahme jedes Motors.

Übersichtsfotos wie das auf dieser Seite gezeigte Beispiel vermitteln bereits einen guten Eindruck von:

  • Menge
  • Größenstruktur
  • Lagerzustand
  • Bauformen
  • Herstellerverteilung
  • Gesamtumfang

Anschließend reichen häufig repräsentative Typenschilder der wichtigsten Positionen.

Komplettbestand statt Einzelverkauf

Wer 30, 50 oder 100 Motoren im Lager hat, könnte theoretisch jeden einzelnen Motor separat verkaufen.

In der Praxis entsteht dadurch jedoch erheblicher Aufwand.

Jeder Motor müsste:

  • identifiziert,
  • fotografiert,
  • technisch beschrieben,
  • angeboten,
  • bepreist,
  • Interessenten zugeordnet,
  • gegebenenfalls verpackt
  • und einzeln versendet werden.

Hinzu kommt ein weiteres Problem:

Die gefragtesten Motoren werden zuerst verkauft. Der weniger attraktive Rest bleibt zurück.

Das ursprüngliche Ziel – Lagerfläche vollständig freizubekommen – wird damit häufig nicht erreicht.

MAAS bevorzugt deshalb vollständige Positionen und größere technische Bestände.

Für den Anbieter bedeutet das:

  • ein Ansprechpartner
  • ein Angebot für die vereinbarte Position
  • keine langwierige Einzelvermarktung
  • weniger interner Aufwand
  • planbare Abholung
  • schnelle Entlastung der Lagerfläche

Ankauf oder Verschrottung – ein realistischer Vergleich

Die Verschrottung hat einen klaren Vorteil:

Sie ist unkompliziert.

Der Motor wird gewogen, einem Materialschlüssel zugeordnet und entsprechend vergütet.

Für tatsächliches Altmaterial ist das vollkommen sinnvoll.

Problematisch wird es nur, wenn funktionsfähige oder marktgängige Industriekomponenten ausschließlich nach Kilogramm bewertet werden.

Verschrottung

Der Wert orientiert sich primär an:

  • Gewicht
  • Materialzusammensetzung
  • aktueller Schrottnotierung

Technische Merkmale spielen kaum eine Rolle.

Weiterverwendung

Bei einem möglichen Ankauf als Industriekomponente spielen dagegen zusätzlich eine Rolle:

  • Hersteller
  • Typ
  • Leistung
  • Getriebeausführung
  • Zustand
  • Nachfrage
  • Menge
  • Vollständigkeit

Der technische Wert wird also berücksichtigt.

Deshalb empfiehlt sich bei größeren Motorenbeständen häufig zumindest eine Prüfung, bevor die gesamte Position dem Schrott zugeordnet wird.

Nachhaltigkeit: Einen kompletten Motor weiterzuverwenden ist mehr als Metallrecycling

Recycling ist wichtig.

Noch sinnvoller kann es jedoch sein, ein technisch nutzbares Produkt zunächst weiterzuverwenden.

Ein Elektromotor besteht nicht nur aus Kupfer und Stahl. In seiner Herstellung stecken:

  • Rohstoffe
  • Energie
  • Bearbeitung
  • Logistik
  • Entwicklung
  • Montage

Wird ein funktionsfähiger Motor erneut industriell eingesetzt, bleibt ein größerer Teil dieser bereits eingesetzten Ressourcen erhalten.

Erst wenn eine sinnvolle weitere Nutzung nicht mehr möglich ist, bleibt die stoffliche Verwertung als nächste Option.

Dieser Ansatz entspricht dem Grundgedanken eines zweiten Produktlebenszyklus.

Was passiert nach der Übernahme?

Nach der Anlieferung bei MAAS werden die Motoren entsprechend der jeweiligen Position weiterverarbeitet.

Dazu gehören unter anderem:

  • Zuordnung zur Ankaufsposition
  • Sichtung
  • Identifikation
  • Sortierung nach Hersteller und Typ
  • Aufnahme relevanter technischer Daten
  • Einlagerung geeigneter Komponenten
  • Vorbereitung für die weitere Vermarktung

Größere gemischte Positionen können dadurch strukturiert verarbeitet werden.

Das Foto zu diesem Beitrag zeigt einen solchen Wareneingang unmittelbar nach der Übernahme: zahlreiche Elektromotoren und Getriebemotoren unterschiedlicher Baugrößen, gebündelt auf Paletten und in Transportkisten.

Besonders interessant: Motoren aus Produktionsumstellungen

Ein guter Zeitpunkt für eine Bestandsprüfung ist eine bevorstehende oder gerade abgeschlossene Produktionsumstellung.

Wenn eine Anlage ersetzt wird, entstehen häufig gleichzeitig:

  • ausgebaute Motoren
  • Getriebemotoren
  • Reserveantriebe
  • Frequenzumrichter
  • Servoregler
  • Ersatzgetriebe
  • Kupplungen
  • Bremsen
  • weitere Antriebskomponenten

Statt jede Produktgruppe separat zu behandeln, kann eine gemeinsame technische Bewertung sinnvoll sein.

MAAS interessiert sich ausdrücklich auch für größere gemischte Bestände.

Wann sollten Sie uns kontaktieren?

Eine Anfrage lohnt sich insbesondere, wenn:

  • mehrere Paletten Elektromotoren vorhanden sind,
  • Getriebemotoren aus einer Produktionslinie frei werden,
  • Ersatzmotoren nicht mehr benötigt werden,
  • Maschinen stillgelegt werden,
  • ein Instandhaltungslager bereinigt wird,
  • eine Produktionsanlage modernisiert wird,
  • ein Standort geschlossen oder verlagert wird,
  • größere Mengen verschiedener Antriebskomponenten vorhanden sind.

Auch wenn Sie selbst nicht wissen, welche Motoren noch marktgängig sind, können Sie uns die Position anbieten.

Genau dafür erfolgt die Bewertung.

Was benötigen wir für eine erste Anfrage?

Bei größeren Motorenbeständen reichen zunächst:

  1. einige Übersichtsfotos,
  2. Fotos repräsentativer Typenschilder,
  3. ungefähre Stückzahl,
  4. Zustand,
  5. Standort,
  6. Anzahl der Paletten oder Kisten.

Falls vorhanden, sind Excel-Listen oder ERP-Auszüge hilfreich.

Eine vollständige Einzelauflistung ist für den ersten Kontakt nicht zwingend notwendig.

Fazit: Nicht jeden Motor vorschnell nach Kilogramm bewerten

Ausgesonderte Elektromotoren und Getriebemotoren gehören nicht automatisch auf den Schrott.

Gerade bei größeren Beständen, etablierten Herstellern und identifizierbaren Motor-Getriebe-Kombinationen kann eine Weiterverwendung wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller sein.

Nicht jeder Motor besitzt noch einen relevanten Zweitmarktwert. Deshalb sollte die Entscheidung sachlich getroffen werden.

Die sinnvolle Reihenfolge lautet:

erst technischen Wert prüfen – dann entscheiden, ob Verkauf oder Verschrottung die bessere Lösung ist.

MAAS kauft größere Bestände an Elektromotoren, Getriebemotoren und weiterer industrieller Antriebstechnik aus Produktion, Instandhaltung, Lagerbereinigung und Anlagenrückbau an.

Elektromotoren oder Getriebemotoren abzugeben?

Senden Sie uns Fotos der Position, einige Typenschilder, die ungefähre Menge und den Standort.

Wir prüfen kurzfristig, ob die Motoren für unseren Einkauf interessant sind und ob eine gebündelte Übernahme möglich ist.

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