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Wie Einkauf und Instandhaltung beim Abverkauf von Altbeständen endlich an einem Strang ziehen

In vielen Unternehmen sind sich alle einig: Die Lager sind voll, Altbestände stehen im Weg, Kapital ist gebunden. Und trotzdem passiert beim Abverkauf monatelang nichts. Der Grund ist fast immer derselbe: Einkauf und Instandhaltung ziehen nicht in die gleiche Richtung. Die Technik „hält fest“, der Einkauf „will vom Hof haben“ – und dazwischen sterben gute Chancen auf saubere Erlöse und mehr Platz im Lager.
In diesem Beitrag geht es nicht um Theorie, sondern darum, wie Sie den Abverkauf praktisch so organisieren, dass beide Seiten gewinnen.


Warum Einkauf und Instandhaltung beim Thema Altbestände oft blockieren

Typischer Ist-Zustand in der Praxis:

  • Instandhaltung denkt in Betriebssicherheit und Ersatzteilverfügbarkeit:
    „Wenn die Linie in drei Jahren ausfällt, sind wir froh, wenn das Teil hier liegt.“

  • Einkauf denkt in Zahlen und Flächen:
    „Das Regal kostet Geld, die Bindung im Lager kostet Geld – raus damit.“

Dazu kommen drei Klassiker, die Projekte bremsen:

  1. Niemand übernimmt die echte Verantwortung
    „Darum müssten wir mal kümmern“ ist kein Projekt. Ohne klaren Verantwortlichen bleibt der Abverkauf eine lose Idee.

  2. Technische Freigabe fehlt
    Die Technik gibt Material nicht frei, weil sie nie sauber gefragt wurde, was wirklich noch sicherheits- oder anlagenrelevant ist.

  3. Informationschaos
    Fotos fehlen, Typennummern fehlen, Stücklisten fehlen. Damit kann kein realistisches Angebot eingeholt werden – also bleibt alles liegen.

Wenn Sie das ändern wollen, brauchen Sie keine Großprojekt-Struktur – sondern eine klare, einfache Rollenaufteilung und einen schlanken Ablauf.


Klare Rollen: Wer macht was beim Abverkauf?

So funktioniert es erfahrungsgemäß am besten:

  • Instandhaltung / Technik

    • Prüft: Was wird für den zukünftigen Betrieb wirklich noch benötigt?

    • Gibt frei: Welche Schaltschränke, Komponenten, Baugruppen können ohne Risiko verkauft werden?

    • Liefert technische Basisdaten: Typennummern, grobe Baujahre, Zuordnung (z. B. „Linie X – außer Betrieb“).

  • Einkauf

    • Koordiniert den Prozess: Zeitplan, Ansprechpartner, Freigaben.

    • Konsolidiert Informationen: Fotos, Listen, Mengen, Lagerort.

    • Holt Angebote ein und verhandelt Konditionen mit Abnehmern wie MAAS Import Export.

    • Koordiniert interne Freigaben (z. B. Werksleitung, Controlling).

  • Lager / Logistik (optional)

    • Markiert freigegebenes Material.

    • Unterstützt bei der Zusammenstellung der Posten (z. B. Ladehilfe, Palettierung).

    • Stellt sicher, dass Verladung und Abholung reibungslos laufen.

Wichtig: Nicht alle müssen alles machen. Aber jeder muss wissen, wofür er verantwortlich ist – und wofür nicht.


Der einfachste Ablauf: Drei Schritte statt zehn Runden E-Mail

Wenn Sie bisher beim Thema Altbestände festhängen, hilft dieser pragmatische Drei-Schritte-Ansatz:

  1. Grob-Sichtung mit der Technik

    • Definieren Sie ein klares Ziel: z. B. „Schaltanlagen und Antriebe aus Halle 3, die seit mindestens 2 Jahren ungenutzt sind“.

    • Die Technik kennzeichnet:

      • Muss bleiben (z. B. sicherheitsrelevante Ersatzteile, spezifische Sonderlösungen).

      • Kann weg (z. B. komplette ausrangierte Schaltschränke, nicht mehr eingesetzte Baureihen).

    • Wichtig: Diese Runde ist grob, nicht perfekt. Es geht nicht um 100 % Detailgenauigkeit, sondern um eine erste Trennung.

  2. Verkaufsfähiges Paket schnüren

    • Einkauf und Technik definieren zusammen, was als Paket angeboten wird:

      • Beispiel: „10 bestückte Schaltschränke, diverse Frequenzumrichter, alte S7-Baugruppen, Motoren aus Anlage XY.“

    • Parallel dazu werden die Mindestinformationen gesammelt:

      • Fotos (Übersicht + Detailfotos von Typenschildern und Innenansichten bei Schaltschränken).

      • Typennummern / Baureihen der wichtigsten Komponenten.

      • Mengenangaben (z. B. „ca. 5 Schaltschränke, 12 Motoren, 8 Frequenzumrichter“ reicht für eine erste Bewertung oft aus).

      • Lagerort und grober Zustand (ausgebaut, noch angeschlossen, regalfähig, palettiert, etc.).

  3. Abnehmer einbinden (z. B. MAAS Import Export)

    • Mit diesen Informationen kann ein professioneller Abnehmer:

      • Den Wert grob einordnen.

      • Rückfragen gezielt stellen, statt im Blindflug zu agieren.

      • Eine Struktur oder einen Vorschlag machen, wie das Material sinnvoll übernommen wird (z. B. kompletter Posten, Teilung nach Gruppen).

    • Anschließend klärt der Einkauf:

      • Konditionen (Pauschalpreis vs. Einzelbewertung bei hochwertigen Komponenten).

      • Abholung (Termin, Ladebedingungen, Zugang auf dem Werksgelände).

      • interne Freigaben (Budget, Compliance, ggf. Audits).

Das klingt simpel – und ist es auch. Entscheidend ist, dass Sie „Sichtung – Paket – Abnehmer“ konsequent als kurzen Prozess fahren und nicht über Monate diskutieren.


So verhindert man Konflikte: Drei Spielregeln für Technik und Einkauf

Damit aus dem Abverkauf keine interne Reibung entsteht, haben sich folgende Spielregeln bewährt:

  1. Technik hat das letzte Wort zur Betriebssicherheit
    Alles, was für die Versorgungssicherheit entscheidend ist (z. B. kritische Ersatzteile, sicherheitsrelevante Komponenten), wird nicht verkauft – Punkt. Das schafft Vertrauen, dass der Abverkauf nicht „gegen“ die Technik läuft.

  2. Einkauf hat das letzte Wort zu Erlös und Flächennutzung
    Wenn die Technik etwas freigegeben hat, entscheidet der Einkauf, wie es wirtschaftlich am sinnvollsten verwertet wird – inklusive der Frage, ob ein Komplettpaket sinnvoller ist als Einzelverkäufe.

  3. Entscheidungen werden dokumentiert, aber schlank
    Keine Romane. Es reicht oft:

    • einfache Liste: „Freigegeben für Verkauf – Anlage / Ort / grobe Bezeichnung / Datum“

    • kurze Notiz: „kritische Ersatzteile – bleiben im Werk“

Damit vermeiden Sie die Klassiker „Das wusste ich nicht“ bzw. „Das habe ich nie freigegeben“.


Warum ein externer Partner den Prozess massiv vereinfacht

Viele Unternehmen scheitern nicht an der Entscheidung zum Verkauf, sondern am „Wie“:

  • Wer bewertet das fair?

  • Wer nimmt auch gemischte Posten, statt nur Rosinen zu picken?

  • Wer organisiert die Abholung, ohne dass die eigene Logistik blockiert ist?

Genau hier macht ein spezialisierter Abnehmer den Unterschied. Ein Partner wie MAAS Import Export:

  • arbeitet regelmäßig mit kompletten, gemischten Posten (bestückte Schaltschränke, Steuerungstechnik, Motoren, Antriebe usw.),

  • zahlt in der Regel deutlich über Schrottpreis, weil die Komponenten in einen zweiten Produktlebenszyklus gehen,

  • übernimmt die logistische Organisation inkl. Abholung mit eigenem Transport,

  • entlastet Ihre Flächen und reduziert die interne Komplexität.

Für Einkauf und Instandhaltung heißt das: weniger Diskussion darüber, wer sich um welches Detail kümmert – und mehr Fokus auf eine saubere Übergabe.


Konkreter Praxis-Call: So bereiten Sie den ersten gemeinsamen Abverkauf vor

Wenn Sie das Thema intern jetzt anstoßen wollen, können Sie so starten:

  1. Einen Verantwortlichen benennen
    Eine Person im Einkauf, die das Thema „Altbestände / Abverkauf“ führt und mit der Technik spricht.

  2. Pilotfläche definieren
    Nicht das ganze Werk auf einmal. Starten Sie mit einem klar abgegrenzten Bereich, z. B.:

    • alte Schaltanlagen im Techniklager

    • Motoren und Frequenzumrichter aus stillgelegter Linie

  3. Kurze Technikrunde organisieren
    Technik markiert vor Ort: Bleibt / Kann weg. Kein Meeting-Marathon, sondern eine fokussierte Begehung.

  4. Fotos und Typenschilder aufnehmen
    Smartphone reicht. Wichtig sind:

    • Übersichtsaufnahmen

    • Typenschilder der wichtigsten Komponenten

    • grobe Menge und Zustand

  5. Alles gebündelt an den Abnehmer geben
    Einkaufsansprechpartner sendet die gesammelten Infos an MAAS Import Export und klärt:

    • Postenbeschreibung

    • gewünschten Zeitraum der Abholung

    • Besonderheiten beim Werkszugang

Damit haben Sie in wenigen Stunden die Grundlage geschaffen, um Altbestände wirtschaftlich sinnvoll vom Hof zu bekommen – ohne endlose Abstimmungsrunden zwischen Einkauf und Instandhaltung.

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